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Klebetechnik Kleber 1x1 Flachbettkaschiertechnik



Kleber 1x1

Acryl-Kleber, Acrylat-Kleber

Die chemische Basis besteht aus polymerisierten Acrylester-Monomeren. Bei Acrylat-Klebern sind Kunstharze beigemischt. Diese Kleber können entweder in Lösungsmitteln oder in wässrigen Dispersionen gelöst sein. Die hervorstechenden Ei-genschaften von Acryl-Klebern liegen in hoher Alterungs- und Temperaturbeständigkeit und weitgehender Unempfindlichkeit gegen UV-Strahlung und Oxydation.

Adhäsion

(engl. adhesion)
Klebkraft zwischen zwei Materialien

Alterungsbeständigkeit

Jede Verklebung altert, d.h. es verändert seine Eigenschaften in umso stärkeren Maße je länger es gelagert wird. Diese chemisch-physikalischen Veränderungen muss die Haltbarkeit der Verklebung nicht unbedingt mindern; es gibt z.B. Kleber, die erst nach Alterung höhere Kohäsionswerte aufweisen. Allerdings sollten bei selbstklebenden Ausrüstungen Veränderungen der Eigenschaften innerhalb der ersten 6 Monate nach Fertigung nicht messbar sein. Sind nach 12 Monaten keine negativen Auswirkungen messbar, spricht man von guter Alterungsbeständigkeit. Viele Selbsklebeausrüstungen sind nach einer Lagerzeit von 10 Jahren noch voll verarbeitungsfähig.

Anfangsklebkraft

(engl. inital adhesion, inital tack)
Einige Kleber, besonders solche auf PUR-, Butyl- und Acrylbasis, erreichen erst Stunden oder Tage nach Ihrer Verarbeitung, d. h. nach dem Verkleben, ihre höchsten Klebkraft- oder Kohäsionswerte. Häufig muss die Anfangsklebkraft jedoch schon bei der Verarbeitung so hoch sein, dass die Verklebung sofort stattfindet.

Butyl-Kleber

(engl. butyl rubber adhesive)
Dieser Kleber besteht in der Regel aus einer Mischung von Isobutylen und Naturkautschuk mit eingelagerten Rußpartikeln.
Die Heißkalandrierung der Butylkleber gibt diesen einen hohen Vernetzungsgrad und damit höchste Alterungsbeständigkeit und Eignung für langfristige Anwendungen in Außenbewitterungsbereich. Besondere Vorteile der Butyl-Kleber sind ferner hohe Beständigkeit gegenüber UV-Strahlung und Oxydation sowie die einzigartige Eigenschaft des Kaltverschweißens.

Dichte

(engl. density)
Siehe auch Raumgewicht. Die Materialmenge im Verhältnis zu einer Volumeneinheit. Die Dichte wird im Gewicht eines Kubikmeters (= Raumgewicht) angegeben. Im Klebebandbereich ist nur die Dichte von Schaumstoffträgern von Bedeutung.

Dichtigkeit

(engl. density)
Eigenschaft eines Materials, durch sich hindurchdringenden Fremdstoffen oder Energien Widerstand entgegenzusetzen. Bei Selbstklebeausrüstung ist bei den Trägern die Dichtigkeit gegen Chemikalien (Laugen, Säuren, Lösungsmittel), aber auch gegen Feuchtigkeit und Gase von Bedeutung.

Diisononyladipat

Diisononyladipat wird als Weichmacher für PVC eingesetzt wodurch dieses auch bei tiefen Temperaturen weich bleibt. Vorteilhaft für Diisononyladipat ist seine Mischbarkeit mit anderen gebräuchlichen monomeren Weichmachern. Weiterhin wird es als Weichmacher für Acrylnitril-Butadien-Kautschuk (NBR), Styrol-Butadien-Kautschuk (SBR) und Chloropren-Kautschuk (CR).

Dispersion

(engl. dispersion)
Feinstverteilung sehr kleiner Festkörper in Wasser. Im Klebebandbereich sind Acryl- und Acrylatdispersionen von großer und stark steigender Bedeutung.

Duroplaste

Duroplaste sind Polymere, die in einem Härtungsprozess aus einer Schmelze oder Lösung der Komponenten durch eine Vernetzungsreaktion hervorgehen. Diese irreversible Reaktion wird meist durch Erhitzen bewirkt (daher auch der englische Fachterminus thermosets), kann aber auch durch Oxidationsmittel, energiereiche Strahlung oder Einsatz von Katalysatoren initiiert bzw. beschleunigt werden. Eine Erwärmung von Duroplasten führt nicht zu einer plastischen Verformbarkeit, sondern lediglich zu deren Zersetzung. Ausgehärtete Duroplaste sind meist hart und spröde sowie im weitergehenden Fertigungsprozess nur noch mechanisch bearbeitbar.
Wegen ihrer mechanischen und chemischen Beständigkeit auch bei erhöhten Temperaturen werden sie häufig für Elektroinstallationen verwendet. Einer der verbreitetsten und ältesten Kunststoffe dieser Klasse ist Bakelit. In diese Gruppe fallen auch Polyester (PES), Polyurethanharze für Lacke und Oberflächenbeschichtungen und praktisch alle Kunstharze wie beispielsweise Epoxide.

Elastomere

Zu den Elastomeren gehören alle Arten von vernetztem Kautschuk. Die Vernetzung erfolgt beispielsweise durch Vulkanisation mit Schwefel, mittels Peroxiden, Metalloxiden oder Bestrahlung.
Die Elastomere sind weitmaschig vernetzt und daher flexibel. Sie werden beim Erwärmen nicht weich und sind in den meisten Lösemitteln nicht löslich. Daher werden sie für Hygieneartikel oder Chemikalienhandschuhe verwendet. Die Gummimischung von Autoreifen ist ebenfalls ein Elastomer, das seine Eigenschaften durch Vulkanisation erhält.
Beispiele für Elastomere sind Naturkautschuk (NR), Acrylnitril-Butadien-Kautschuk (NBR), Styrol-Butadien-Kautschuk (SBR), Chloropren-Kautschuk (CR), Butadien-Kautschuk (BR) und Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM).

Ethylenvinylacetat EVA

Das Verfahren zur Herstellung von EVA entspricht weitgehend dem für PE-LD. Die Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten können jedoch stark mit dem Anteil an copolymerisiertem Vinylacetat (VA) variiert werden. VA-Anteile bis 7% werden fast ausschließlich zur Eigenschaftsverbesserung (insbesondere Erhöhung der Bruchdehnung) von PE-Folien eingesetzt. Etwa die Hälfte der EVA-Produktion wird hierfür verbraucht.
EVA mit einem VA-Gehalt von 7 bis 18% wird oft auch als ausschließliches Material für Spezialanwendungen eingesetzt. Beispiele sind kälteunempfindliche ausziehbare Ausgiesser von Kanistern, Folien für Landwirtschaft und Gartenbau, Einschweißfolien (Bürobedarf, Solarmodule), Duschvorhänge, Fußbodenbeläge und Elektro-Kabel.
Die darüber hinausgehende Klasse von EVA mit bis zu 28% VA wird überwiegend als Schmelzklebstoff verwendet, die wiederum bei sehr hochwertigen Tuft-Teppich oder Nadelvliesstoffen zur Fasereinbindung oder bei der Buchherstellung zur Klebebindung eingesetzt werden können.
In der Photovoltaik werden Solarzellen in EVA eingebettet. Hierbei wird das in Folien eingesetzte EVA bei Temperaturen um ca. 150 °C aufgeschmolzen, wird glasklar und vernetzt dreidimensional. Nach dem Abkühlen liegt so ein dauerhafter Verbund vor, der die Zellen vor Umwelteinflüssen schützt.
Bei VA-Gehalten über 30 bis hin zu 90% VA entsteht ein kautschukähnliches Elastomer, für das sich auch die Bezeichnung EVM eingebürgert hat. Es wird vorwiegend für Schuhsohlen oder als Polyblend zusammen mit anderen Elastomeren verwendet.
Bei 100% VA entsteht Polyvinylacetat (PVAC).

Fingerlift

unter Fingerlift Klett- und Faluschbändern oder Dichtungsbänder versteht man klebende Bänder, die mit einem breiteren Silikon-Papier ausgerüstet sind, als die Klebefläche selbst.

Heißschmelzkleber

(engl. hotmelt adhesive)
Diese Kleber bestehen aus trockenen, nichtklebenden Kunstharzen, die durch hohe Temperaturen von 130°C bis 180°C aufgeschmolzen werden und nach dem Erkalten einen hohen Grad von Klebrigkeit behalten. Die Vorteile des Heißschmelzklebers liegen in der Regel in seiner sehr hohen Klebkraft bei Normaltemperaturen.

Kautschuk-Kleber

(rubber-solvent adhesive)
Naturkautschuk wird geschnitten und anschließend geknetet, wobei der Kautschuk dann mit Lösungsmitteln versetzt wird und eine zähe Klebemasse entsteht, die dann zu einem Klebefilm verarbeitet werden kann.
Kautschuk-Kleber zeichnen sich durch hohe Anfangsklebkraft und guter Scherfestigkeit bei nur durchschnittlicher Temperatur aus.
Die Alterungsbeständigkeit ist eher gering. Nachteile liegen in mangelnder Resistenz gegen UV-Strahlung und Oxydation sowie in Empfindlichkeit gegen niedrige (unter 10°C) und erhöhte (ab 60°C) Temperaturen.

Klebkraft

(engl. adhesive)
identisch mit Adhäsion. Die Kraft, die benötigt wird, um ein auf eine Kaschierung wieder zu trennen. Um vergleichbare Werte zu erzielen, wird bei Laborprüfungen in der Regel nach festen Normen geprüft: So wird bei einer Selbstklebeausrüstung eine 25 mm breite Probe auf eine polierte Stahlplatte geklebt und dann mit konstanter, festgelegter Geschwindigkeit im Winkel von 180 Grad abgezogen und die dafür benötigte Kraft in kp oder N gemessen.

Klebrigkeit

(engl. tack)
Ein sich sehr "klebrig" anfassendes Material hat in der Regel keine hohe innere Festigkeit, also keine Kohäsion. Trotzdem wird für rauhe, unebene, auch staubige Untergründe häufig ein sehr klebriges Material benötigt.

Kohäsion

(engl. cohesion)
Scherfestigkeit. Kraft, die benötigt wird, um die Kleberschicht zu spalten. Kleber mit niedriger Kohäsion hinterlassen beim Trennen der Kaschierung Rückstände auf beide vorher verklebten Oberflächen.

kp

Abkürzung für Kilopond. Krafteinheit, 1 kp ist die Kraft, mit der eine Masse von 1 kg auf ihren Aufhängungspunkt einwirkt.

Kugeltest

Zur Ermittlung der Klebrigkeit rollt eine Stahlkugel von einer schiefen Ebene auf die Kleberseite. Je klebriger der Kleber ist, desto kürzer ist der Weg, den die Kugel darauf zurücklegen kann, desto schneller kommt die Kugel also zum Stillstand. Der Kugeltest wird in cm gemessen.

Kunststoffe

Die häufigsten in unserem Leben vorkommenden Kunststoffe. In der Kaschiertechnik können alle Thermoplaste in abgewandelter Form als Klebemedium dienen.

PES oder PEs Polyester (Gruppenbezeichnung)

PBT Polybutylenterephthalat
PC Polycarbonat
PET Polyethylenterephthalat
PEN Polyethylennaphthalat
Polyethylenterephthalat ist ein Polyester aus Terephthalsäure und Ethylenglykol. Es kristallisiert sehr langsam, so dass man auch hier je nach Anwendungsbereich amorphes und teil-kristallines (C-PET) Material herstellen kann.
C-PET besitzt hohe Steifigkeit, Härte, Abriebfestigkeit und ist beständig gegen verdünnte Säuren, Öle, Fette und Alkohole. Es ist jedoch empfindlich gegenüber heißem Wasserdampf.
Anwendungsbeispiele:
Elektrotechnik: Teile für Haushalts- und Küchengeräte, Computer, etc.
Maschinenbau: Zahnräder, Lager, Schrauben, Federn.
Fahrzeugtechnik: Sicherheitsgurte, LKW-Abdeckplanen
Medizin: Implantate wie beispielsweise Gefäßprothesen
Amorphes PET zeigt eine geringere Steifigkeit und Härte als C-PET, aber bessere Schlagzähigkeit. Da es transparent, aber leichter als Glas ist, wird es als Material für Getränkeflaschen und Verpackungen für Lebensmittel und Kosmetika verwendet. In der Elektrotechnik finden PET-Folien als Trägermaterial für Magnetbänder Verwendung.

Polyethylen PE

Polyethylen wird hauptsächlich in drei unterschiedlichen Qualitäten hergestellt: HD-PE (High-Density-PE), LLD-PE (Linear-Low-Density-PE), LD-PE (Low-Density-PE). HD-PE wird mittels Ziegler-Natta-Katalysatoren synthetisiert, seine Ketten zeigen einen sehr hohen Ordnungs- und niedrigen Verzweigungsgrad. Diese können sich daher im Festkörper effizient anordnen, so dass ein kristallines Material entsteht, dessen Dichte höher ist als die von LD-PE (beide weisen aber eine Dichte auf, die geringer ist als die von Wasser). Es wird zur Fertigung von Flaschen, Getränkekästen, Fässern, Batteriegehäusen, Eimern, Schüsseln, etc verwendet. LD-PE wird unter hohem Druck in der Gasphase polymerisiert, in LLD-PE werden 1-Buten, 1-Hexen und 1-Octen einpolymerisiert, um so einen kontrollierten Verzweigungsgrad zu erzeugen. Beide Varianten weisen so einen geringen kristallinen Anteil und einen hohen, bzw. mittleren Verzweigungsgrad auf. Das Material besitzt hervorragende filmbildende Eigenschaften und wird vor allem zur Herstellung von Verpackungsfolien für Zigarettenpäckchen, CDs, Bücher, Papiertaschentücher, etc, sowie Tragetaschen verwendet.

Polypropylen PP

Polypropylen wird fast ausschließlich auf metallkatalytischem Wege hergestellt, da nur das so erhaltene kristalline Material kommerziell verwertbare Eigenschaften aufweist. Es handelt sich um einen sehr harten, festen und mechanisch belastbaren Kunststoff mit der geringsten Dichte aller Massenkunststoffe. Aufgrund dieser Eigenschaften hat es teilweise bereits Metallwerkstoffe verdrängt. Wie bei dem rechts abgebildeten Deckel zeigt es außerdem den sogenannten Filmscharniereffekt, d. h. es kann durch einen dünnen Film Gehäuse und Deckel miteinander verbinden, ohne aufgrund der Biegebelastung zu brechen. Ein erheblicher Teil des weltweit hergestellten Polypropylens wird für Lebensmittelverpackungen aufgewendet, weitere Anwendungsgebiete sind:
Automobilindustrie: als Material für Luftfiltergehäuse, Spoiler, Scheinwerfergehäuse, Sitzbezüge und Gaspedale.
Bauwesen: Gartenmöbel, Klodeckel, Kunstrasen, Möbelscharniere, etc.
Sonstiges: Brillenetuis, Koffer, Schulranzen, sterilisierbare medizinische Geräte.

Polyvinylchlorid PVC

Polyvinylchlorid galt aufgrund des ungewöhnlich hohen Chloranteils, und der damit bei der Verbrennung entstehenden Nebenprodukte, lange Zeit als umweltschädlichster Kunststoff. Zudem ist das zur Herstellung benötigte Vinylchlorid krebserregend. Inzwischen führt man jedoch den Chloranteil auch als positiven Aspekt an (Einsparung von Rohöl). Man unterscheidet generell zwischen Hart-Polyvinylchlorid und durch Zusatz von Weichmachern hergestelltes Weich-Polyvinylchlorid. Hart-PVC ist ein amorpher Thermoplast und besitzt eine hohe Steifigkeit und Härte. Es ist extrem schwer entflammbar, kann in der Hitze eines bestehenden Brandes allerdings Chlorwasserstoff und Dioxine freisetzen. Es zeigt eine sehr gute Beständigkeit gegen Säuren, Basen, Fette, Alkohole und Öle. Aus diesem Grund wird es auch vor allem zur Herstellung von Abflussrohren und Fensterprofilen eingesetzt. Gravierende Nachteile sind seine sehr geringe Wärmebeständigkeit, es kann dauerhaft nur bis 65 °C und kurzfristig bis 75 °C eingesetzt werden, und seine Neigung zum "Weißbruch" beim Biegen. Weich-PVC ist ein gummielastischer, lederähnlicher Thermoplast. Wichtige Anwendungen sind die Herstellung von Bodenbelägen, Dichtungen, Schläuchen, Kunstleder, Tapeten, Dachbahnen etc.

Polystyrol

Polystyrol wird überwiegend als amorpher Thermoplast hergestellt, durch neuere Entwicklungen gibt es aber mittlerweile auch kristallines Polystyrol, dieses hat aber geringere Bedeutung. Beide Varianten zeichnen sich durch geringe Feuchtigkeitsaufnahme, gute Verarbeitbarkeit und sehr gute elektrische Eigenschaften aus. Sie unterscheiden sich in ihrer Schlagfestigkeit. Nachteile sind seine Neigung zur Spannungsrissbildung, die geringe Wärmebeständigkeit, Entflammbarkeit und seine Empfindlichkeit gegenüber organischen Lösungsmitteln. Mittels Kohlenstoffdioxid bei der Polymerisation aufgeschäumtes Polystyrol wird unter anderem als Styropor vertrieben.
Anwendungsgebiete:
Elektrotechnik: als Isolierung von elektrischen Kabeln, Material für Gehäuse, (als HIPS), Schalter, etc.
Bauindustrie: als Dämmstoff (Schaumpolystyrol)
Verpackungen: Schaumpolystyrol, Verpackungsfolien, Joghurtbecher, etc.

Polyurethan PU/PUR

Die Eigenschaften von Polyurethanen können durch Wahl der Monomerkomponenten sehr stark variiert werden. So werden sehr elastische Textil-Fasern (Elastan) aus PUR hergestellt, ebenso dient es als Zusatz von Lacken und Material für Leiterplatten (Bectron). Die bekannteste Anwendung dürften Polyurethanschaumstoffe sein. Sie dienen als Matratzen, in Autositzen, Sitzmöbeln, Dämmmaterial, Schwämme, etc. Auch hier können mittels der Wahl der Monomere die genauen Materialeigenschaften eingestellt werden.

my

(engl. micron)
Buchstabe des griechischen Alphabets (µ). Maßeinheit, die vor allem im Bereich geringer Dicken bei Trägerfolien eine Rolle spielt. 1 µ = 1 Tausendstel mm (0,001 mm).

N

Abkürzung für Newton. Krafteinheit. 1 N ist die Kraft, die eine Masse von 1 kg mit (1 m/s²) beschleunigt.

p

Abkürzung für Pond. Krafteinheit. 100 p = 1 kp. Siehe auch kp

PE

(engl. polyethylene)
Abkürzung für Polyäthylen = ein Kunststoff

PE-Folie

PE-Kunststoffolien sind weich und extrem dehnfähig, besitzen hohe Dichtigkeit, jedoch nur geringe Reißfestigkeit. Polyäthylen ist sehr empfindlich gegen UV-Strahlung. Im Freien dem Licht ausgesetzt, verrottet PE von selbst ohne Spuren zu hinterlassen, weshalb das Material als umweltfreundlich eingestuft wird. PE-Folien sind beständig gegen Lösungsmittel. Im Klebebandbereich sind sie nur für die Herstellung schwachhaftender Schutzfilme und für unterirdische Rohrisolierungen von Bedeutung.

PET-Film

(engl. polyester film)
Die Eigenschaften des Polyesterfilms sind sehr hohe Reiß- und Einreißfestigkeit, auch bei sehr geringen Dicken von zum Beispiel 0,025 mm; außerdem ist das Material temperaturbeständig und beständig gegen Laugen, Säuren, Öle und zahlreiche Lösungsmittel. PET-Filme werden als Träger für Klebebänder, für metallisierte Folien und als Oberflächenschutz für Karton und Schäume eingesetzt.

PP-Film

Aus Polypropylenfilmen werden in riesigem Umfang Verpackungsklebebänder produziert. PP-Filme sind beständig gegen Laugen, Säuren und Lösungsmittel, sie sind hochreißfest und einreißfest und außerordentlich preisgünstig. Aufgrund ihrer Empfindlichkeit gegen UV-Strahlung verrotten PP-Filme im Freien ohne Spuren zu hinterlassen, weshalb PP-Folien-Klebebänder als umweltfreundlich eingestuft werden.

PU-Film

(engl. polyurethane)
Abkürzung für Polyurethan. Kunststoff. Dieser spielt als Trägermaterial in Form von PU-Schaum eine Rolle, außerdem werden auch PU-Filme und -Folien von extremer Dehn- und Reißfestigkeit hergestellt. PU Klebesysteme verbinden als reaktive Hot-Melts zuverlässig viele Materialien aus dem Innenraum unserer Fahrzeuge.

PVC-Folie

(engl. vinyl foils)
PVC-Folien dienen vielfach in bereichen der Langlebigkeit, wie z.B. Dichtfolien für Flachdächer. Hart-PVC-Folien im Verpackungs-, Weich-PVC-Folien im Isolierbereich. Hart-PVC-Film ist reißfest und gut bedruckbar. PVC-Folien besitzen gute UV-Stabilität. Die Problematik in der Verklebung liegt hier bei der möglichen Weichmacherwanderung.

Raumgewicht

siehe auch Dichte. Das Raumgewicht (Rg) ist das Materialgewicht eines Kubikmeters (m⊃3;). Es wird in kg/m⊃3; angegeben.

Reißfestigkeit

(engl. tensile strength)
Wird in der Regel mit einer Zugprüfmaschine ermittelt, indem die beiden Enden eines gestanzten Normteils fest eingespannt werden und eines der Enden dann dem anderen Ende entgegengesetzt langsam bei genormter Geschwindigkeit gezogen wird, bis der Prüfling reißt. Die dafür benötigte Kraft wird in N angegeben.

Silikonisierte Papiere

Silikonisierte Papiere werden speziell im Bereich der Klebebandherstellung und der Selbstklebeausrüstung in sehr großen Mengen eingesetzt. Besonders bei der Herstellung von doppelseitig klebenden Bändern sind Silikon-Papiere unentbehrlich. Papiere, Folien und Filme werden mit Silikonverbindungen, die vorher in Lösungsmitteln bzw. Dispersionen gelöst wurden, beschichtet und anschließend bei hohen Temperaturen vernetzt. Silikonisierte Papiere und Oberflächen sind sehr glatt und rutschig und weisen in hohem Maße Feuchtigkeit und alle klebrigen Substanzen ab.

Spleiß

Unter der Bezeichnung Spleiß versteht man eine Kleber oder Flickstelle bei der Herstellung von Folien, Papieren und Klebebändern. Spleißstellen sind beim Endlosmachen der Materialbahnen nicht zu verhindern.

Thermoplast

Thermoplaste sind Kunststoffe, die aus langen linearen Molekülen bestehen. Durch Energiezufuhr werden diese Materialien formbar bis plastisch und schmelzen schließlich. Sie können durch verschiedene Ur- und Umformverfahren in die gewünschte Form gebracht werden. Nachdem das jeweilige Teil abgekühlt ist, behält es seine Form bei. Dieser Prozess ist reversibel (lat. umkehrbar).
Die meisten der heute verwendeten Kunststoffe fallen unter diese Gruppe. Für einfache Konsumwaren, Verpackungen etc. werden sie ebenso häufig eingesetzt, wie für technische Teile in der Automobil- und Elektroindustrie oder in der Bauindustrie, insbesondere für Dachbahnen, Fensterprofile und Rohre.
Um neue, bisher noch nicht vorhandene Eigenschaften zu erzeugen, können auch zwei oder mehrere Thermoplaste vermischt werden (Polyblend). Diese Polybledprodukte werden unter anderem als Hot Melt Kleber, z.B. Copolyamide oder Copolyester, eingesetzt.

Träger

(engl. carrier)
Die verschiedenen Trägermaterialien finden Anwendung bei der Herstellung von Klebebändern. Folien, Gewebe, Faservlies, und Schaumstoffe sind hier die gängigsten Trägermaterialien, die beschichtet werden.

UV-Beständigkeit

die ultravioletten Strahlen des Sonnenlichtes setzen in Selbsklebeausrüstungen speziell in Kautschuk-Klebern eine chemische Reaktion in Gang, die die molekulare Struktur in kürzester Zeit zerstören kann. Man sollte daher Kautschuk-Klebebänder immer dunkel lagern und vor direkter Sonneneinwirkung schützen. Eine hohe UV-Beständigkeit weisen Acrylat-Kleber auf, die dadurch auch speziell in der Außenanwendung und im PKW Bereich bevorzugt werden.

Weichmacher

Diisononyladipat, Chemischer Stoff, der einem Kunststoff, meist PVC, beigemischt wird um diesen geschmeidig zu halten. Bekannt ist dies vor allem bei den PVC-Folien. Hier kann der Weichmacher durch den Übertrag auf den Kleber die Haftung mit der Zeit reduzieren. Der Begriff Weichmacherwanderung hat sich für diesen Vorgang eingebürgert.

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